Die Paketsteuer ändert das Einkaufsverhalten – ein Viertel plant zumindest Änderungen
Eine aktuelle Spectra-Studie zeigt: Die vor einem Monat eingeführte Paketsteuer von 2,40 EUR pro Bestellung führt zu einem bewussteren Bestellverhalten, sie wird aber auch sehr skeptisch beurteilt.
Im Rahmen einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung unter 500 Personen wurden die Österreicher:innen zum Thema Paketsteuer befragt.
(Wien/Linz) Seit 1. Oktober 2026 wird in Österreich auf Online-Bestellungen bei großen Versandhändlern eine Paketsteuer von 2,40 Euro eingehoben. Wie die österreichische Bevölkerung auf diese neue Maßnahme reagiert, hat das Marktforschungsinstitut Spectra in einer aktuellen Studie untersucht.
Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild: Einerseits genießt das Thema eine enorm hohe Bekanntheit und motiviert die Konsument:innen zu spürbaren Verhaltensänderungen, andererseits werden die Auswirkungen dieser neuen Steuer kritisch beurteilt.
Hohe Aufmerksamkeit und deutliche Ablehnung
Das Thema ist bei den Konsumentinnen und Konsumenten angekommen: Rund 51 Prozent der Befragten haben von der neuen Paketsteuer gehört und kennen die Details, weitere 39 Prozent haben zumindest davon gehört.
Nur 10 Prozent wurden im Rahmen der Befragung zum ersten Mal damit konfrontiert. Bei der Bewertung ist man kritisch: 37 Prozent bewerten die Steuer als „sehr negativ“, während positive Stimmen (11 Prozent „sehr positiv“) die Minderheit darstellen.
Positive Auswirkungen auf den stationären Handel erwartet sich ein Viertel der Österreicher:innen, sehr sicher sind sich dabei aber nur 5%.
Mehr Bedacht, Bündelung und partielle Rückkehr zum lokalen Handel
Dass die Steuer nicht nur rein symbolische Effekte erzielt, zeigt sich im konkreten Einkaufsverhalten: 26 Prozent der Paketempfänger:innen haben ihr Verhalten seither bereits aktiv verändert oder planen dies zu tun (13 Prozent haben es bereits umgestellt, 13 Prozent planen es).
Bei denjenigen, die angeben, ihr Verhalten anzupassen, stehen vor allem Effizienz und Sparsamkeit im Vordergrund:
- 78 Prozent überlegen vor jeder Bestellung genauer, ob sie ein Produkt wirklich brauchen.
- 66 Prozent bündeln ihre Einkäufe und bestellen größere Warenkörbe auf einmal, um die Steuerlast pro Paket zu optimieren.
- 53 Prozent schränken ihre Online-Bestellungen insgesamt ein.
- Jeweils 49 Prozent greifen vermehrt zum stationären Handel vor Ort oder setzen auf gemeinsame Sammelbestellungen im privaten und kollegialen Umfeld.
Die Studie verdeutlicht, dass die Paketsteuer, während sie auf breite Ablehnung stößt, doch das Konsumverhalten ein Stück weit in Richtung Sorgfalt, Regionalität und bewusster Bündelung verschiebt.
Verhaltensänderung ja, Begeisterung nein: Die Studienergebnisse zeigen keinen Glauben an einen positiven Effekt der Paketsteuer, sondern Kosten-Pragmatismus. Die Konsumenten reagieren auf den Preisdruck, während die grundsätzliche Ablehnung der Abgabe in der Bevölkerung hoch bleibt.
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14-5979_PR_Paketsteuer.pdf 414 KB
Erhebungscharakteristik
Stichprobe: n=500 Personen, repräsentativ für die österr. Bevölkerung ab 15 Jahren
Methodik: Quotastichprobe, telefonische Befragung (CATI)
Umfrage: 14-5979
Feldzeit: Die Feldarbeit fand im Oktober 2026 statt.
Die maximale Fehlerspanne bei 500 Befragten beträgt +/- 4,48% (bei einem Konfidenzniveau von 95%).
Erhebungscharakteristik
Stichprobe: n=500 Personen, repräsentativ für die österr. Bevölkerung ab 15 Jahren
Methodik: Quotastichprobe, telefonische Befragung (CATI)
Umfrage: 14-5979
Feldzeit: Die Feldarbeit fand im Oktober 2026 statt.
Die maximale Fehlerspanne bei 500 Befragten beträgt +/- 4,48% (bei einem Konfidenzniveau von 95%).
